Zwei leichte Stürze - besser gesagt Umfaller - haben mir fette zehn Strafpunkte eingebracht und damit habe ich mich heuer auf einem enttäuschenden sechsten Platz wiedergefunden. Die Regelung mit den Minuspunkten war neu. Fünf Punkte Abzug bei einem Sturz und 1 Punkt Minus bei einem Wackler. Da die Judges ihr gesamtes Punktesystem voll ausnutzten und die Punkteunterschiede im Top-Feld sehr gering ausfielen, hatte man selbst mit einem ansonsten sehr schwierigen Run kaum noch eine Chance, fünf (oder wie bei mir gar zehn) Strafpunkte auszugleichen. Volles Risiko zu gehen und alles zu zeigen – mein Credo - war also diesmal nicht wirklich angebracht, es gab wenig damit zu gewinnen, aber nahezu alles zu verlieren.
Ansonsten musste ich feststellen, dass es sogar in Florida manchmal regnet, blöderweise lernte ich das direkt vor dem Finale, so dass der Start verschoben werden musste, um allen Fahrern einigermaßen gleiche Bedingungen zu bieten. Aber bei 20 Grad plus und leichtem Wind war der Asphalt dann bald wieder trocken.
Unglaubliche 96 Stunter waren übrigens am Samstag zur Qualifikation im Freestyle angetreten, um einen der begehrten offenen zehn Startplätze fürs Finale zu bekommen. Das Podium des letzten Jahres war übrigens direkt qualifiziert, also Dan Jackson, der innovative „Scary“ Gary Hefferan (er hat aber leider die Fahrerei zuvor offiziell an den Nagel gehängt), sowie meine Wenigkeit. Somit waren wir zwölf Finalisten und jeder hatte einen Lauf von fünf Minuten, um bei den Judges zu punkten. Chris „Teach“ Mc Neil hatte dabei die Nase vorn. Alle weiteren Ergebnisse siehe www.stuntwars.com