Am Samstag fanden die beiden Qualifikationsläufe statt auf einer ideal bemessenen aber nicht ganz ebenen Fläche von 30 x 80 Meter und acht der 41 Fahrer aus 13 Nationen konnten sich für das Finale am Sonntag auf der Start- und Zielgerade der Rennstrecke qualifizieren.
Die Qualifikationsergebnisse legten auch die Startreihenfolge im Finale fest und als Führender aus der Quali hatte ich den Vorteil, als Letzter zu starten. Vorteil deswegen, weil man die Konkurrenten beobachten kann und dann anhand des Laufs bzw. der erreichten Punkte entscheiden kann, wie viel Risiko man bereit ist zu gehen.
Und nachdem ich Rafal Pasierbek, Sebastien Desbonnet und Thomas Sagnier Fahren gesehen habe war eindeutig klar, dass ich volles Risiko gehen muss um zu gewinnen.
Deswegen habe ich dann auch meine neusten Trick ausgepackt- den 180 brake slide to roll back - obwohl ich wußte, dass das Risiko bedeutet und ich eventuell stürze.
Aber es hat geklappt. Ich bin den neuen Trick ausgefahren, sogar direkt „to no hand circle wheelie“.
Yeah, und von da an lief es wie geschmiert. Deswegen habe ich dann auch das erste Finale gewonnen und mich für das Superfinale der besten Vier qualifiziert: Pfeiffer, Pasierbek, Desbonnet and Sagnier.
Im Superfinale hatten wir wiederum viereinhalb Minuten Fahrzeit, genug um viele Tricks zu zeigen, aber auch, um verdammt viele Fehler zu machen.
Tja, genau das wollte ich aber vermeiden: Ich persönlich glaube, daß dann mein letzter Finallauf nicht unbedingt der schwierigste war, aber ich hatte einen stylishen Run fast ohne Fehler und mit viel „Flow“. Und das hat mir wiederum die höchste Bewertung der Judges (Punktrtichter) eingebracht - und damit den Sieg.
Die Punkte des ersten und der zweiten Finallaufs wurden übrigens addiert und insofern hatte im Schluss ein ordentliches Punktepolster, das locker für den Sieg reichte. Diesmal nicht weil ich die schwierigern Tricks gefahren bin, sondern weil ich weniger Fehler gemacht habe, das möchte ich ganz klar sagen.
Und es fühlt sich tiereich gut an immer noch vorne zu sein als mit Abstand ältester Fahrer der Finalisten. Yes boys, be aware of ol’ Pfeiffer-Dude ;-))
Thomas „Blade“ Sagnier hat sich in den letzten fünf Sekunden seines Laufs am Knie verletzt bei einem Backflip vom Bike aus einem Wheelie raus. Gute Besserung Blade! Ich hoffe wir sehen dich bald wieder auf deinem Bike…Backflips ziehen.
German Open:
1. Chris Pfeiffer, Germany, 56,0
2. Sebastien Desbonnet, France, 50,0
2. Rafal Pasierbeck, Poland, 49,5
4. Thomas Sagnier, France, 46,0
5. Martin Kratky, Czech Republic
6. Romain Jeandrot, France
7. Jorian Ponomareff, France und Adrian Pasek, Poland, equal in points
Neben der German Open fand auch die Deutsche Meisterschaft statt am letzten Wochenende. Hier die Ergebnisse:
German Championships 2010:
1. Pfeiffer, Chris Deutschland 27,0
2. Buchan, Bastian Deutschland 20,0
3. Halcour, Andreas Deutschland 19,5
4. Günther, Stephan Deutschland 19,0
5. de-Graaf, Arjan Deutschland 16,5
6. Müller, Jörn Deutschland 15,5
7. Jansen, Dennis Deutschland 14,5
8. Lietsch, Christoph Deutschland 12,0
9. Pohl, Julien 9,0