From right to left: Lars Nonn, GER (2), Werner Müller, AUT (1) and myself (3)
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Die Schweizer Organisatoren rund um Guiseppe Zollet haben wieder einen prächtigen Event auf die Beine gestellt! In einem traumhaften Skigebiet auf über 1400 Meter Höhe galt es den Karitscha-Hill zu bezwingen, was auch heuer wieder keinem der Teilnehmer gelungen ist, denn die letzten 30 Meter sind einfach brutal steil und steinig. Aber wir werden es nächstes Jahr wieder versuchen! Soviel voraus.
Bei prächtigem Wetter konnte ich mich am Samstag locker fürs Halbfinale qualifizieren, wobei meine erreichten Höhen mit knapp 200 Meter in den beiden Qualiläufen noch nicht so ganz meinen Wunschvorstellungen für Sonntag entsprachen. Die Zuschauer hingegen waren ziemlich begeistert, in welche Etage man eine Boxer-BMW befördern kann und der gewaltige Sound aus der offenen Akrapovic-Tüte kommt auch ziemlich gut…nach all den Einzylindern mit maximal halb so viel Hubraum. Die Seilbahn, die das Motorrad nach dem Versuch wieder nach unten befördert, blieb in meinem Falle bei allen vier Runs unbenutzt, denn wie viele der guten Piloten bin ich den Hang ab „Endstation“ auch wieder runter gefahren. Nur das Umdrehen im Steilhang ist mit einem Boxermotor relativ schwierig, da dieser Hang so steil ist, dass der bergseitige Zylinderkopfdeckel beim Wendemanöver aufsitzt und einen gern vorzeitig Richtung Tal befördern möchte, wenn man nicht aufpasst.
Ein paar Daten: Start auf 1435m, „Ziel“ auf 1550, Höhendifferenz 115m, Distanz 235 m, minimale Steigung 15%, maximale Steigung 141%.
Am Sonntag vormittag stand dann der Halbfinallauf an, für den sich die 30 Besten qualifiziert hatten. Ich ging die Sache sehr forsch an, zu forsch, so dass es mich bei einer Bodenwelle bei 180 Meter ziemlich aushebelte. Auch viele andere hatten so ihre Probleme und mit Platz sieben bin ich dann doch noch locker ins Finale der Top 10 eingezogen.
Genau im Finale konnte ich dann meinen besten Lauf hinlegen und mit 204,7 Meter den dritten Platz erreichen. Gewonnen hat Werner Müller, dreifacher Enduro-Europameister aus Österreich auf einer 525er KTM mit 209,1m vor Hillclimbing-Spezialist Lars Nonn (D) auf der neuen Aprilia 550 mit 207m.
Es war nicht ganz einfach, die HP2 in diese Höhe zu befördern, denn ab der 180er Marke ist das Gelände eher wie eine Bergauf- Trialsektion und dafür ist die HP2 natürlich schon ein wenig groß und behäbig. Im unteren Teil des Hanges gibt’s aber wohl kein anderes Offroad-Motorrad, das einen imposanter den Berg hoch katapultieren würde. Spaß pur. Wen wundert`s, bei 105PS.
Link: www.hillclimbing.ch