Die Veranstalter der Indoor Streetbike Freestyle World Championships, welche erneut im Rahmen der eidgenössischen Swiss Moto (Motorradmesse) ausgetragen wurde, scheuten weder Kosten noch Mühen für eine exzellente Inszenierung: Über 70 Tonnen feinster Asphalt – ein Gegenwert von 30.000 Euros - wurde eigens für diesen Contest auf einer Fläche von 50 mal 15 Metern in die Züricher Messehalle gewalzt, um ihn sogleich nach dem Wettbewerb wieder zu entfernen. Auf der Messe fanden sich über das Wochenende 63.000 Menschen ein, ein absoluter Besucherrekord. Die meisten von ihnen ließen sich den Contest nicht entgehen. Darüber hinaus sorgte der neue, spannendere Austragungsmodus, in dem der jeweils Führende als Allerletzter startete, für Hochspannung, Stimmung und volle Ränge bis zum letzte Lauf.
Hochspannung um den Titel gab’s dank der Dominanz von Titelverteidiger Chris Pfeiffer allerdings so gut wie keine. Pfeiffer scheint den Titel gepachtet zu haben, und das wohl Längerfristig …
Mit einer erneut soliden Leistungen in allen vier Läufen war der Allgäuer zu jedem Zeitpunkt des Contests in Führung und baute diese sukzessive weiter aus.
„Obwohl ich noch am Samstag an den Resten einer Grippe laborierte und mich denkbar schwach fühlte, konnte ich im ersten Run schon mal eine gute Basis legen. Nach über zehn Stunden Tiefschlaf fühlte ich mich am Sonntag dann erstmals richtig frisch und konnte ordentlich Gas geben. Was ich da zeigte, war Heavy Metal, und nicht Jazz“, so der für seine technische Extraklasse und seinen flüssigen Stil bekannte Dominator des Sports. Die sechs Punkterichter (Say: „Judges“) machten es ihm trotzdem alles andere als einfach: Der Abstand Pfeiffers zum Rest der Teilnehmer war überall größer, als in den vergebenen Punktezahlen im Resultat ersichtlich. „Ich denke, die Judges haben sich zu früh verleiten lassen, hohe Punkte zu vergeben, und als die wirklich guten Rider an die Reihe kamen, waren sie (die Judges, Anm.) bereits am Plafond der möglichen zu vergebenen Punkte angelangt“, so Pfeiffer, dessen schnelle Kombinationen an Tricks wieder mal den großen Unterschied zu den anderen Teilnehmern machte. „Pfeiffer – who else?“
Die Finalergebnisse:
Ranking Rider Country Total
1 Chris Pfeiffer Germany 167
2 Humberto Ribeiro Portugal 160
3 Sébastien Desbonnet France 156
4 Antonio Carlos Farias Spain 147
5 Mattie Griffin Ireland 146
6 Narcis Roca Spain 142
7 John Den Ouden Netherlands 141
8 Ricardo Domingos Portugal 131
9 Balazs Herczeg Hungary 129