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Stuntwars 2007

22.01.2007

Stuntwars 2007

Cooler Event, viele nette Leute, aber leider das Glück nicht auf meiner Seite.

Nach einem Urlaubstag am Strand in Daytona Beach, wo man mit dem Auto oder wie in unserem Fall mit dem Wohnmobil am Strand auf dem festen Sand entlang fahren darf sind wir drei - Renate mit unserem Baby im Bauch und ich- zum USA Speedway in Lakeland gefahren, um mich dort mit den anderen Fahrern gemeinsam warm zu fahren. Es haben sich dabei echt coole Sessions ergeben und ich konnte einige Fahrer, die ich vorher nur aus dem Internet oder von Videos kannte, endlich mal persönlich kennen lernen.

 

Am Samstag bin ich dann aber leider plötzlich sehr unfit mit Husten und Bronchitis aufgewacht. Und das ausgerechnet zum Start des größten US-Contests. Die Qualifikation war aber trotzdem kein Problem, auch wenn ich nicht ganz so konzentriert und präzise gefahren bin wie sonst. Leider sollte sich das Fortsetzen…

 

Am Sonntag dann Finale: Es ist ja bekannt, dass ich gern ein bisschen schnellere Kreise fahre als die meisten anderen und genau das wurde mir diesmal zum Verhängnis: Anscheinend waren Gummibrösel von der vorhergehenden Driftcar Show auf der Strecke, so dass der Grip viel schlechter war als beim Training. Mir ist auf alle Fälle gleich mal das Hinterrad beim schnellen Einbiegen in einen Wheelie-Kreis weggerutscht und die hintere Fußraste abgebrochen. So bin ich dann auf mein Ersatzmotorrad umgestiegen, aber der Rhythmus war natürlich erst mal weg. Ich habe dann aber doch noch mal ganz gut zurückgefunden und trotz eines weiteren Ausrutschers war ich am Ende punktgleich mit Dan Jackson - mit dem ich dann ein Stechen um den Sieg ausfahren musste: Noch mal 3 Minuten Freestyle für jeden.

 

Eigentlich eine leichte Aufgabe für mich: einfach einen sicheren Lauf zeigen. Und prompt bin ich wieder ausgerutscht auf dem Gummibröselbelag, obwohl meine Schräglage nicht wirklich extrem war. Ich konnte es nicht mehr fassen, an diesem Wochenende bin ich öfter gestürzt als sonst in einem ganzen Monat…und immer direkt vor den Judges. Am Ende vergaben diese dann einen Punkt mehr an Dan, der – nach mir startend - natürlich einen Sicherheitslauf zeigte. Ich war schon ziemlich enttäuscht über diesen verschenkten Sieg, aber das Glück war halt diesmal einfach nicht auf meiner Seite und außerdem war ich einfach auch angeschlagen durch die Bronchitis.

 

Direkt im Anschluss an das Einzel-Finale kam dann der Team Contest, ich war umso mehr motiviert, es allen erst recht zu zeigen. Ich dachte mir „OK, dann geben wir eben DA Alles und rocken noch mal richtig los.“ Zusammen mit AC Farias traten wir als Team „ACCP“ an und AC hatte ebenso Motivation aus der selben Quelle, denn auch er hatte zuvor im Individual Freestyle großes Pech durch einen technischen Defekt, der auch bei ihm mit einen Sturz endete.

Der Anfang unserer Zweierperformance lief ganz passabel und die Zuschauer waren aus dem Häuschen als wir im Stoppie aufeinander zu fuhren bis zum Helmkontakt. Als wir dann parallel nebeneinander im vierten Gang einen langen Stoppie zogen, bekam ich plötzlich ein fettes Lenkerschlagen, das sich immer weiter aufgeschaukelte und mich abwarf wie einen Rodeo-Cowboy. So ein Lenkerpendeln passiert manchmal bei hoher Geschwindigkeit, vor allem ohne einen Lenkungsdämpfer, den ich zuvor für andere Tricks abmontiert hatte. Ich flog also nach rechts ab und mein Bike rutschte nach links direkt unter AC´s Hinterrad, der das Ganze dann tatsächlich noch ausfahren konnte, ohne zu stürzen!! Respekt Antonio, du bist und bleibst eine coole Backe! Seht euch unbedingt das Video an, un-glau-blich!!

Im Nachhinein betrachtet hatten wir beide viel Glück im Unglück bei dieser Aktion: wir hatten locker 80km/h drauf und ich bin noch nie bei so hoher Geschwindigkeit gestürzt. Ich sag’s euch, das ist auch eine Erfahrung, allerdings eine schmerzhafte. Meine Knie- und Ellenbogenprotektoren - thanx Alpinestars - haben Schlimmeres verhindert. Sofort waren die Sanitäter bei mir und haben sich um mich gekümmert und auch Kyle Woods und sein Double waren sofort da; ich habe ihn anfangs nämlich gleich doppelt gesehen. 

 

Es ging mir aber rasch wieder besser und ich konnte mit einer Rippenprellung von der Strecke gehen; eine an sich schon recht schmerzhafte, lästige Angelegenheit. Dazu allerdings UCH noch unter Husten bzw. Bronchitis zu leiden, ist eine denkbar schlechte Kombo, die das Ganze wirklich ungut macht.

 

Na ja, es hat trotzdem Spaß gemacht und ich glaube ich komme nächstes Jahr wieder  -  dann allerdings ohne Bronchitis, dafür aber mit Lenkungsdämpfer. Der kommt sicher wieder dran an meine BMW. Greetz CP

 

Chris Pfeiffer


Foto/Video

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