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Moto GP Motegi, Japan Teil 2
Vor den Tribühnen ...

29.09.2006

Moto GP Motegi, Japan Teil 2

Glücklicherweise fiel mein Japan-Trip genau mit dem Moto GP Event in Motegi zusammen und diese Gelegenheit kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Gleich nach der Siegerehrung konnte ich direkt vor den Tribünen auf der Start-Zielgeraden Gas geben.

Motegi war mein mittlerweile bereits zehnter Auftritt bei einer Moto GP Veranstaltung, doch Shows bei diesem Zirkus fahren zu dürfen ist und bleibt eines der coolsten Dinge für mich, vor allem, da kaum ein Auftritt einem Anderen gleicht. Die Locations sind nicht die einzigen Variablen, es sind vor allem auch die Leute und die Atmosphäre, die jeden dieser Mega-Events einzigartig machen. So geschehen natürlich auch in Japan.

 

Der Motegi Twin Cirquit, wie der offizielle Name bereits verrät, beinhaltet neben der vom MotoGP Zirkus verwendeten „normalen“ Strecke auch ein teilintegriertes Steilkurven-Oval für Nascar-ähnliche Rennen und Tests. Das führt dazu, daß die Strecken sich kreuzen und im Falle der MotoGP Rider an zwei Stellen Tunnels bzw. lange Unterführungen zu bewältigen sind, bei denen es kurzzeitig sicher sehr dunkel unter’m verspiegelten Visier wird. Es sieht unheimlich aus, wenn die Jungs da ins schwarze Loch eintauchen oder es sie – auf der anderen Seite – aus dem Dunkel nahezu „ausspuckt“.  Ganz zu schweigen von der Lärm-Kulisse, wenn der ohnehin sehr mächtige Schalldruck ungedämpfter 1000 Kubik-Raketen auch noch röhrenverstärkt wird.

 

BMW launchte in der Aussteller-Area offiziell die von mir verwendete F800, und obwohl der gesamte Track der Honda Engineering Corporation gehört, schaffte es BMW Japan und Red Bull, mir diesen Auftritt zu besorgen. Viele der gesamt 60.000 Besucher konnten sich ein gute Bild machen, ich fuhr direkt vor den großen Tribünen gleich nach der Siegerehrung und sie übertrugen auch noch alles Live auf die Video-Wände, die überall liefen.

 

Die Stimmung war sehr gut, die Leute dankten mir die Unterhaltung lautstark. Denn nachdem das eigentliche Rennen vorher eher wenig Action zu bieten hatte und sich auch noch der Local Hero, Shinja Nakano, an fünfter Stelle liegend in der letzten Runde in den Kies verabschiedete, war es wohl an mir, für weitere Action zu sorgen. Ich hatte genügend Platz auf der Geraden des Ovals und konnte so richtig fett Gas geben. Die Begeisterung der japanischen Zuschauer für mein Streetbike-Freestyle war ernorm. Arigato Goseimas!

Chris Pfeiffer

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